{"id":2050,"date":"2017-06-19T16:07:00","date_gmt":"2017-06-19T16:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/80.74.142.100\/plesk-site-preview\/sipp.swiss\/https\/80.74.142.100\/blog-artikel\/in-7-stunden-mehr-gesehen-als-ein-kinderarzt-in-7-jahren\/"},"modified":"2021-06-11T12:18:30","modified_gmt":"2021-06-11T12:18:30","slug":"in-7-stunden-mehr-gesehen-als-ein-kinderarzt-in-7-jahren","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/blog\/in-7-stunden-mehr-gesehen-als-ein-kinderarzt-in-7-jahren\/","title":{"rendered":"In 7 Stunden mehr gesehen als ein Kinderarzt in 7 Jahren"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer Rekordfahrt vom Bayangol Hotel zum NCMCH in einem extra f\u00fcr uns bestellten Spital- Taxi mit gr\u00fcnem Warnlicht auf dem Dach und sensationeller Hupe erreichten wir mit einer grossen Tasche voller gebrauchten und gespendeten T\u00fcbinger Schienen unsere mongolischen Kolleginnen. Es folgte eine freundliche, herzliche Begr\u00fcssung und ein kurzer Besuch bei Prof. Enkthur, dem Spitaldirektor. Den Weg die Spitalg\u00e4nge entlang zum Untersuchungszimmer mussten wir uns durch eine Traube von Eltern mit Kindern unterschiedlichsten Alters auf dem Arm bahnen. Eine ruhige Gesch\u00e4ftigkeit lag in der Luft. Suvdaa und Bayalag empfingen die ersten Eltern und dann ging es nonstopp los. Kinder wurden geschallt, R\u00f6ntgenbilder begutachtet, Anamnesen erhoben und Kinder untersucht. Die Kranhkeitsbilder waren vielf\u00e4ltig, komplex, fordernd und spannend. Das Erheben der Anamnesen glich teils einer Detektivarbeit, waren die Krankengeschichten zwar detailliert handschriftlich kyrillisch notiert, konnten doch auch unsere mongolischen Kollegen diese nicht immer vollst\u00e4ndig entziffern. Das leichteste Kind, welches neu eine T\u00fcbingerschiene erhielt war gerade mal knapp 2 kg schwer, das \u00e4lteste Kind, das sich vorstellte, 14 Jahre alt. Oft hinkten auch Mutter oder gar Grossmutter, die dabei waren. Von den ca. 35 untersuchten Kindern hatte nur wenige eine wirklich g\u00fcnstige Perspektive. Mindestens 25 davon werden einer Operation oder einer Behinderung l\u00e4ngerfristig nicht entgehen k\u00f6nnen. Eine grosse Anzahl der Patienten zeigte eine sekund\u00e4r luxierte H\u00fcfte nach Coxitis (eine Entz\u00fcndung oder Infektion des H\u00fcftgelenkes), etwas, das wir in der Schweiz auch in vielen Jahren in der Praxis nicht oder h\u00f6chst selten sehen. Ber\u00fchrend war, wie dankbar und geduldig die Menschen waren. Eine Familie von \u00fcber 1000 km weither angereist, nachdem sie gestern erfahren haben, dass das SMOPP Team am n\u00e4chsten Tag ihre Konsilien machen.\u00a0<br \/>\n\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":827,"template":"","class_list":["post-2050","blog","type-blog","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2050\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4575,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2050\/revisions\/4575"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}