{"id":1990,"date":"2017-06-23T00:00:00","date_gmt":"2017-06-23T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/80.74.142.100\/plesk-site-preview\/sipp.swiss\/https\/80.74.142.100\/blog-artikel\/rueckreise-mit-umweg\/"},"modified":"2021-06-11T11:52:12","modified_gmt":"2021-06-11T11:52:12","slug":"rueckreise-mit-umweg","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/blog\/rueckreise-mit-umweg\/","title":{"rendered":"R\u00fcckreise mit Umweg"},"content":{"rendered":"<p>Nach mehrmaligen \u00c4nderungen der Agenda, die uns nicht mehr aus der Ruhe bringen, heisst es schlussendlich, dass wir um 5:30 fr\u00fchst\u00fccken und dann um 6h vom Sum abfahren sollen. Um die Nerven von Soyolo und sein eigentlich nicht offroad taugliches Auto zu schonen, organisieren unsere Freunde einen ortskundigen Driver, der uns ins Kloster hinter den sieben Bergen fahren soll. Das Dorf ist im R\u00fcckspiegel immer noch im Morgenlicht sichtbar als es einen riesigen Knall gibt. Keiner kann uns sagen was passiert ist aber der Fahrer, der sich mit seinem 4&#215;4 gut auszukennen scheint verkriecht sich f\u00fcr 30 min unter dem Auto, bevor dann die lange Fahrt weiter geht. Ohne Ortskundigkeit, w\u00e4re es aus unserer Sicht ein Ding der Unm\u00f6glichkeit zu wissen, wo es durch geht. Nach den ersten H\u00fcgeln wird die Landschaft felsiger und es tauchen tats\u00e4chlich erste B\u00e4ume auf, nach 1.5h erreichen wir ein altes Kloster vor welchem schon mongolische Touristen gezeltet haben. Auch hier muss man eine kleine Wanderung um das Kloster machen um wiedergeboren zu werden. Durch die Uterus\u00e4hnliche Felsformation kriechen und dann auf einem flachen Stein geswaddelt hinlegen, geh\u00f6rt hier zur Zeremonie. Die Landschaft ist atemberaubend. Auf alten Fotos sieht man, wie hier eine kleine Klosterstadt mit \u00fcber 1000 M\u00f6nchen gestanden hat, bevor es von den Sovjeten in den 30iger Jahren zerst\u00f6rt wurde.\u00a0<br \/>\nEs ist unm\u00f6glich auf dieser R\u00fcttel- und Sch\u00fcttelstrasse den am Morgen verpassten Schlaf nachzuholen, so dass wir zum Zeitvertreib Murmeltiere und eine Art Erdm\u00e4nnchen beobachten k\u00f6nnen, die bei unserer Vorbeifahrt schnell davon huschen. Zur\u00fcck beim Sum, wechseln wir die Autos und Soyolo wagt sich schon deutlich geschmeidiger uns wieder in die Zivilisation und auf asphaltierte Strassen zu f\u00fchren. Der urspr\u00fcngliche Plan war, nach 100km beim n\u00e4chsten Sum eine Kursteilnehmerin und ihre Familie zu besuchen und mit ihrer Ortskundigkeit zu einem See zu fahren. Tats\u00e4chlich taucht pl\u00f6tzlich aus dem Nichts eine Tankstelle und eine Art mongolische Fastfood Restaurant auf, wo wir die Teilnehmerin und ihren Vater treffen. Die Auswahl der Menus ist nicht ganz verw\u00f6hnte Schweizer M\u00e4gen tauglich, so dass wir uns nur f\u00fcr Reis entscheiden. Um nicht unh\u00f6flich zu sein, probieren wir doch noch eines dieser ber\u00fchmten mit Fleisch gef\u00fcllte Teigtaschen, schaffen es aber nicht dieses testosterongeschw\u00e4ngerte Fleisch mit noch knusprigen Knochenanteilen runter zu schlucken.\u00a0<br \/>\nDie Mongolen diskutieren heftig miteinander und erkl\u00e4ren einmal mehr: &#8220;Change of plans&#8221;. Die Lokalen erkl\u00e4ren, dass die Fahrt zum See viel zu beschwerlich und zu weit sei, weshalb wir direkt weiter nach UB fahren, bzw Richtung Terelij NP, wo wir &#8220;unsere M\u00e4nner&#8221; treffen werden. Auf der Fahrt dorthin bietet uns Suvdaa noch eine weitere Spezialit\u00e4t an, die wir aber einmal mehr &#8211; wir sch\u00e4men uns ja- nicht schaffen zu essen. Getrocknetes Joghurt. Es t\u00f6nt so harmlos, sieht auch aus wie ein feines Kokosmakar\u00f6nchen schmeckt aber als ob man ein St\u00fcck Schafstall zwischen den Z\u00e4hnen hat&#8230;.noch nicht verteilte Sugus retten uns vor diesem f\u00fcr uns sehr ungewohnten Geschmack.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":761,"template":"","class_list":["post-1990","blog","type-blog","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/1990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/1990\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1994,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/1990\/revisions\/1994"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}