{"id":2675,"date":"2014-06-02T00:00:00","date_gmt":"2014-06-02T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/80.74.142.100\/plesk-site-preview\/sipp.swiss\/https\/80.74.142.100\/blog-artikel\/zum-zweiten-a-hard-days-night-5\/"},"modified":"2014-06-02T00:00:00","modified_gmt":"2014-06-02T00:00:00","slug":"zum-zweiten-a-hard-days-night-5","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/blog\/zum-zweiten-a-hard-days-night-5\/","title":{"rendered":"Zum Zweiten: a hard days night"},"content":{"rendered":"<p>Nach 2 wunderbaren Ausflugstagen einmal in Bayan-Ulgji und gestern hier in Bayankhongor, war heute wieder arbeiten vom Morgen bis sp\u00e4t in den Abend angesagt. Unmongolisch p\u00fcnktlich wurden wir vom hiesigen Gesundheitsminister, Dr. Yondon empfangen. Wir sind positiv \u00fcberrascht und hocherfreut, als wir feststellen wieviel er sich schon mit dem Thema befasst hat und auch schon erste Massnahmen in die Wege geleitet hat. So soll er schon Kontakt mit dem lokalen Fernsehsender aufgenommen haben, um eine oder mehrere Informations-ausstrahlungen \u00fcber das H\u00fcftscreening bzw. der schlechten Auswirkung des Einwickelns der Babys zu veranlassen. Auch garantiert er uns die Unterst\u00fctzung von politischer Seite, um das Screeningprogramm zuverl\u00e4ssig durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Ohne zu wissen wie es weiter geht, stapfen wir unseren Mongolen tapfer \u00fcber das grossz\u00fcgige Spitalgel\u00e4nde hinterher, um im B\u00fcro von Dr. Bimba \u2013 beim zweiten diuretischen Tee- der Chef\u00e4rztin der P\u00e4diatrie sowie der allgemeinen Chef\u00e4rztin vorgestellt zu werden. Diese f\u00fchren uns dann auch \u00fcber die verschiedenen p\u00e4diatrischen Abteilungen und einmal mehr sind wir sehr positiv \u00fcberrascht. Im Vergleich zu Bayan-Ulgji wie auch zum MCH in UB (und f\u00fcr Reto und Petrign auch zu Khovd) w\u00e4hnt man sich in einem anderen Land. \u00dcberall ist es sehr sauber, die Kinderstationen sind liebevoll mit farbigen W\u00e4nden und\u00a0 (leider) Disneybildern gestaltet. Die Abl\u00e4ufe scheinen klar organisiert zu sein. Bayalag selber ist auch positiv \u00fcberrascht. Sie erkl\u00e4rt uns, dass jedes Aimag die gleiche Subvention pro Spitalbett von der Regierung erh\u00e4lt.\u00a0<br \/>\nZuerst besuchen wir das Kindersanatorium, wo anscheinend hypotrophe Kinder \u201eaufgep\u00e4ppelt\u201c werden. Wie in einer KiTa spielen ca. 15 Kinder in \u00e4hnlichem Alter mit vielen Plastikspielsachen und weinen anscheinend alle nach ihrer Mama. Trotzdem scheinen sie es hier sch\u00f6n zu haben, sie m\u00fcssen im Schnitt 21 Tage bleiben. F\u00fcr unser ungeschultes, mongolisch-klinische Auge machen sie nicht einen sehr hypotrophen, an\u00e4mischen Eindruck. Auch sehen wir das anscheinend v\u00f6llig falsch als wir bemerken, dass es nur M\u00e4dchen seien. Wir werden aufgekl\u00e4rt, dass hier auch die Jungs bis zum ersten rituellen Haarschnitt lange Haare mit Schw\u00e4nzli oder sonstigen m\u00e4dchenhaften Frisuren haben. Bei diesem rituellen Haarschnitt, welcher als Eintritt ins Leben gilt, schneidet jedes Familienmitglied einen B\u00fcschel Haare ab. F\u00fcr die Erwachsenen ein grosses Fest, wenn das Kind das S\u00e4uglings und Kleinkindesalter \u00fcberlebt hat, f\u00fcr die Kleinen anscheinend eher eine Tortur.<br \/>\nAuf der p\u00e4diatrischen Intensive care sehen die 3 Kinder, die da mit ihren M\u00fcttern liegen, schon sehr krank aus. Beatmungsmaschinen oder schon nur CPAP haben sie auch in diesem Aimag keine. Um auf die Geburtenabteilung zu d\u00fcrfen, m\u00fcssen wir uns \u2013wie auch damals in Ulgji- Plastik\u00fcberschuhe und unsere Sch\u00fcrzen anziehen. M\u00e4nner und andere Angeh\u00f6rige, d\u00fcrfen die Frauen nur durch ein kleines Fenster am Gangende sehen, zu ihren Kindern oder Enkel d\u00fcrfen sie aus Hygienegr\u00fcnden aber nicht.\u00a0<br \/>\nNach der Besichtigung werden wir auch hier um Konsilien gebeten. In 2 F\u00e4llen k\u00f6nnen wir etwas helfen und informieren, das dritte Kind ist leider aber nach einer bakteriellen Meningitis so schwer behindert, dass wir traurigerweise auch nicht weiter helfen k\u00f6nnen.\u00a0<br \/>\nSchon ganz erschlagen von all den Informationen warten wir im \u00c4rzteb\u00fcro auf ein vom Spital gesponsertes Mittagessen mit russischem Salat und Dumplings bevor dann am Nachmittag unsere Vorlesungen beginnen. Einmal mehr m\u00fcssen wir unser \u201ecraving\u201c nach einem doppelten Expresso vertr\u00f6sten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des ersten Vortrages scheinen nicht nur wir die postprandiale M\u00fcdigkeit zu sp\u00fcren aber mit der Zeit k\u00f6nnen wir die 20 Teilnehmer f\u00fcr unsere Vortr\u00e4ge gewinnen und sobald wir mit den praktischen \u00dcbungen beginnen, sind sie auch hier hochmotiviert und reissen sich gegenseitig fast die US-Sonde aus den H\u00e4nden. Bei 2000 Geburten im Jahr ist es auch kein Problem gen\u00fcgend Babys zum \u00dcben aufzutreiben, die M\u00fctter schauen skeptisch aber geduldig zu, wie wir unsere Teilnehmer versuchen auszubilden.\u00a0<br \/>\nBis zum Schluss zeigen sowohl die Teilnehmer wie auch wir (hier va. Petrign) vollen Einsatz.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1538,"template":"","class_list":["post-2675","blog","type-blog","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2675\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sipp.swiss\/mn\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}